Volle Punktzahl für den Spießbraten

Pardon: Aber mit etwas so Profanem wie einer Stadionwurst braucht man den Gleueler Fußballfans erst gar nicht kommen. Was das Geschehen auf dem Platz angeht ist man an der Barbarastraße zwar durchaus auch an magere Kost gewöhnt. Aber kulinarisch sieht das ganz anders aus. Wir gehen heute dem Geheimnis des Gleueler Spießbratenbrötchens auf den Grund.

Pünktlich jeden Sonntag so gegen 14 Uhr zieht - Heimspiele des GKSC vorausgesetzt - appetitlicher Bratenduft über die Anlage an der Barbarastraße. Dann steht Leo Langen, Chef der Gastronomie, höchstpersönlich an der Pfanne und brät seinen berühmten Klassiker: Spießbraten. Außen knusprig braun und innen dennoch immer zart und saftig landet für zwei Euro fünfzig eine gute Portion davon zusammen mit einem durchaus ansehnlichen Berg in der Pfanne hellbraun angeschwitzter Zwiebeln zwischen den beiden Hälften eines frischen Brötchens.

Den Braten würzt der gelernte Metzgermeister selbstverständlich selbst. Und zwar mit einer ebenso selbstverständlich streng geheimen Würzmischung. Bei der Zubereitung setzt der Meister auf die Pfanne, weil dort "mehr Röstaromen entstehen, als im Backofen!" Die Zwiebeln werden extra gebraten, und zwar "schön langsam, bloß nicht zu heiß, damit die ganze Sache nicht verbrennt!" Das Ergebnis jedenfalls überzeugt und schickt sich an, in unserer kleinen Testreihe einen Spitzenplatz zu erobern.

Zumal als Alternativen hausgemachte Frikadellen (2 Euro) oder Mettbrötchen (1 Euro) im Angebot sind. Dazu frisches Sünner Kölsch aus dem Pittermännchen, das es, ebenso wie die Softdrinks, für jeweils einen günstigen Euro gibt.
Fazit: Der Spießbraten ist in Sachen Stadionverpflegung nicht nur originell, sondern auch noch so gut gemacht, dass er erstmals in dieser Saison unsere Bestnote ***** (fünf Sterne) verdient. Der Service ist außerdem flott, und die Getränke günstig. So hat der Fußballfan das gern.

Letzte Änderung: Donnerstag, 14.10.2010 12:25 Uhr

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