Klirrender Frost, strahlender Sonnenschein, fieser Nieselregen oder staubtrocken - ganz egal, wie das Wetter ist: So lange Fußball gespielt wird, glüht bei Frechen 20 auch die Holzkohle. Die Stadionwurst vom schnöden Elektrogrill? So was kommt im Sportpark erst gar nicht auf den Pappteller.
Der hungrige Fan kann aus zwei Varianten ganz nach Geschmack
wählen: Die klassische Grillwurst ist für 1,80 Euro im
Angebot. Etwas tiefer in die Tasche greifen muss, wer sich für
die so genannte Krakauer entscheidet. Dafür werden zwei Euro
aufgerufen. Die kommt zwar auch nicht aus Polen, bringt aber
immerhin - Pökelsalz sei Dank - etwas rote Farbe ins Spiel.
Geschmacklich, soviel zeigte eine Kurzumfrage unter kauenden
Besuchern, können beide Sorten überzeugen. Allerdings
sollte man zu Stoßzeiten, also erfahrungsgemäß nach
rund 45 Spielminuten, aufpassen, dass man kein allzu blasses
Exemplar gereicht bekommt. Das schmälert nämlich ganz
entscheidend den Genuss.
Das Drumherum entspricht gutem Standard: Kölsch gibt's
frisch vom Fass für einen Euro. Der gleiche Preis gilt
für das übliche Sortiment nichtalkoholischer
Getränke. Der Nachwuchs freut sich zudem über eine
kleine, aber feine Auswahl an Süßigkeiten aus der Dose
und so mancher Erwachsene soll auch schon bei
Bestellungen nach dem Motto "...für 50 Cent
Salinos, bitte..." beobachtet worden sein.
Der Kaffee ist gut und ausreichend stark und in aller Regel steht
auch ein selbstgebackener Kuchen als Begleiter bereit.
Fazit: Bei den 20ern ist alles mit Liebe und selbstgemacht. Die
Wurst vom Rost schmeckt auch außerhalb der eigentlichen
Grillsaison, lässt aber ganz gelegentlich etwas Sorgfalt bei
der Zubereitung vermissen. Das weitere Angebot entspricht dem
Standard, den der Fan auch anderswo erwarten kann. Daher an dieser
Stelle **** (vier) von fünf möglichen Sternen für
die 20er-Stadionwurst.




