Mehr Bäume und Kreisel statt Kreuzung

Planungen für die Berliner Straße gehen weiter- CDU-Fraktion stimmt dagegen

Mülheim (ac). Das Verfahren zur Umgestaltung der Berliner Straße im Rahmen des Förderprogramms "Mülheim 2020" geht weiter. Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion hat die Bezirksvertretung beschlossen, die Pläne in einer Bürgerinformation vorzustellen und dafür auch der Auszahlung von Planungsmitteln in Höhen von 44.500 Euro zugestimmt. 

Zur Zeit werden für die Umgestaltung Kos­ten von rund 1, 64 Millionen Euro brutto erwartet. Bereits im Mai hatte dazu eine Bürgerinformation stattgefunden (der KWS berichtete).
In der jetzt abgestimmten Beschlussvorlage gab es einige Abweichungen vom ersten Entwurf:
Der ursprünglich geplante Längsparkstreifen soll jetzt als Mehrzweckstreifen dienen, der im Sommer auch Außengastronomie möglich machen soll.
An der Kreuzung mit der von-Sparr-Straße wird ein so genannter "Mini-Kreisel" geplant, bisher war dies lediglich ein Vorschlag. Die Ampeln entfallen, für Fußgänger soll es Zebrastreifen geben. Die geplanten Fahrbahn­verrengungen vor dem Bürgerzentrum "MüTZe" und dem Marktplatz werden vorerst nur provisorisch ausgeführt. Um Autoverkehr aus der Berliner Straße herauszuhalten, soll von der Dünnwalder Straße auf den Clevischen Ring Richtung Autobahn das Linksabbiegen möglich werden. Allerdings forderte die Bezirksvertretung ein Jahr nach Fertigstellung einen Bericht darüber, ob sich dadurch das Verkehrsaufkommen in der Dünnwalder Straße und der Mülheimer Freiheit erhöht hat.
Die Bushaltestellen sollen sich künftig vor dem Marktplatz und dem Bürgerzentrum befinden, was die Fahrbahn verengen wird.
Auf dem deutlich verbreiterten Gehweg sollen 160 so genannte "Fahrradnadeln" bequemes Abstellen der "Drahtesel" ermöglichen. Sechs Bäume sind zur Fällung vorgesehen, dafür sollen auf der ganzen Straße 33 Bäume neu gepflanzt werden.
Zur nächsten Bürgerinformation sollen die Hausbesitzer über die Erschließungsbeiträge informiert werden. Bevor die Arbeiten Ende 2012 planmäßig beginnen können, müssen die Stadtentwässerungsbetriebe Arbeiten an den Wasserleitungen ausführen, die im April 2012 beendet sein sollen.
Auf Kritik stieß das Vorhaben bei der CDU-Fraktion, die im Zusammenhang mit weiteren Rückbaumaßnahmen und Verengungen auf der Frankfurter und Waldecker Straße Verkehrsbehinderungen für Mülheim befürchten. Auch ein Tempolimit von 30 km/h wird von der Bezirks-CDU abgelehnt.
Nach der Bezirksvertretung hat auch der Stadtentwicklungsausschuss die Vorlage mit den von den Lokalpolitikern gewünschten Änderungen (Verkehrsbericht) verabschiedet.

Letzte Änderung: Freitag, 23.12.2011 13:26 Uhr

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