Seeberg. Am 30. Dezember 2011 ging in der Leitstelle der Feuerwehr Köln der Notruf zu einem Feuer in Köln-Seeberg ein. Polizisten meldeten um 1:41 Uhr, dass ein Gebäude im "Bürgershof" in Brand geraten sei.
Die Leitstellenmitarbeiter eröffneten den Einsatz mit der
erhöhten Alarmstufe 2 und "Menschenleben in Gefahr",
da noch Bewohner in dem Haus vermutet wurden.
Die ersten Einsatzkräfte der Feuerwache Chorweiler konnte
bereits bei der Anfahrt ein Feuer des Dachstuhles im Vollbrand
bestätigen.
Das freistehende Einfamilienhaus befand sich im hinteren (Garten-)Teil eines auch zur Straße hin bebauten Grundstückes. Der Löschangriff mit Personensuche erfolgte durch zwei Trupps der Wache Chorweiler und der parallel alarmierten Freiwilligen Feuerwehr - Löschgruppe Fühlingen. Zusätzlich wurden drei Strahlrohre von Außen, teilweise über Steckleitern, sowie eines über den Korb einer Drehleiter vorgenommen. Ein zweiter Angriff zur Gebäuderückseite wurde über die Mercatorstraße vom Löschzug der Wache Weidenpesch, später ergänzt um die Freiwillige Feuerwehr Longerich, entwickelt. Alle Trupps trugen wegen der starken Rauchentwicklung und der sich ständig drehenden Windrichtung Atemschutzgeräte. Dabei wurden 23 Geräte plus 16 zusätzliche Atemluftflaschen eingesetzt.
Da die Hauseigentümer zum Zeitpunkt des Brandes im Urlaub
in Spanien waren, konnten vermisste Personen mit Sicherheit
ausgeschlossen werden.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich sehr personal- und
zeitintensiv, da der Angriffsweg nur sehr schwierig zu begehen war
und zudem großflächige Glutnester im Bereich des nicht
zugänglichen Spitzbodens lagen. Zum Ablöschen mussten
daher Trupps von außen das Dach abdecken und sich so Zugriff
auf den Innenraum des Spitzbodens verschaffen. Um 4:09 Uhr wurde
"Feuer in Gewalt" gemeldet. In der Folge, um 6:40 Uhr,
fanden noch abschließende Nachlösch- und
Aufräumarbeiten statt.
Im Einsatz waren 54 Kräfte mit 19 Fahrzeugen der Berufsfeuerwehrwachen aus Chorweiler, Weidenpesch, Ehrenfeld, Altstadt und Marienburg sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Fühlingen und Longerich. Die Einsatzleitung hatte der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr.
