Blick zurück und nach vorne

Viele Themen des letzten Jahres beschäftigen Bezirksvertreter auch noch 2012

Chorweiler (hub). Im Stadtbezirk standen 2011 negative Ereignisse wie die Schulhof­attacke positiven Entwicklungen wie der Fertigstellung der Sanierung des S-Bahn-Haltepunkts Chorweiler-Nord gegenüber.

Zum Schuljahr 2011/ 12 wurde die beschlossene Zusammenlegung mit der Hauptschule Worringen trotz des Vorfalls umgesetzt. Seit 30 Jahren besteht das Bürgerzentrum Chorweiler - ein Jubiläum, das mit mehreren Veranstaltungen gefeiert wurde. Dem gegenüber steht der tragische Tod eines LKW-Fahrers, der seinem Navigationsgerät traute und so beim Fähranleger Langel im Rhein versank.
Neben diesen extremen Ereignissen hatte die Bezirksvertretung im letzten Jahr mit einigen Langzeit-Themen wie der Verbesserung des ÖPNV beziehungsweise mit Mängeln in den zwangsverwalteten Hochhäusern Osloer Straße und Stockholmer Allee zu tun.
Viele Stadtteile im Stadtbezirk sind nur notdürftig mit Bus oder Bahn angebunden. Eine Verbesserung der Situation auf der S-Bahn-Linie 11 ist auch 2012 nicht zu erwarten. Erst wenn zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch-Gladbach die Strecke zweigleisig ausgebaut ist,
lässt sich dauerhaft die Umfahrung der Stationen in Chorweiler verhindern. Auch das Thema Bus für Blumenberg wird die Bezirksvertretung in diesem Jahr noch weiter verfolgen.
In Chorweiler-Mitte steht in diesem Jahr die Zwangsversteigerung der Hochhäuser an. Die Bezirksvertretung hatte der Vorbereitung einer Sanierungsplanung Chorweiler-Mitte zugestimmt und die entsprechende Finanzierung beschlossen. Noch stehen Probleme, zum Beispiel mit den Aufzügen, im Fokus der Bezirkspolitiker sowie die Möglichkeiten der Mieterinnen und Mieter, wie sie sich gegen die unhaltbaren Zustände zur Wehr setzen können. Hier spielt auch die Verantwortung der Stadt Köln noch einmal eine besondere Rolle. Die Erweiterung des Doppeldorfes Roggendorf/Thenhoven mit einer Bebauung an der Straberger Straße und Sinnersdorfer Straße benötigt weiterhin die Aufmerksamkeit der örtlichen Politikvertreter und des Bürgervereins.
Weitere Fortschritte hat die Entwicklung in Lindweiler gemacht, so wurde unter anderem ein Bolzplatz nach den Wünschen der Jugend vor Ort saniert oder ein Hochbeet im Marienberger Hof angelegt, trotzdem bleibt auch hier für die Bezirksvertreter noch viel zu tun. Für diesen Stadtteil gibt es ein Entwicklungskonzept, welches das Gesamtangebot des Bereichs erfasst. Abgespeckt gibt es das Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die gesamte Stadt Köln, das im Stadtbezirk in vier Veranstaltungen Ende letzten Jahres präsentiert wurde. Die Bezirkspolitiker müssen aus den Beiträgen nun einen Beschluss fassen, was wie geplant bestehen bleibt oder was geändert werden soll. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Bezirksvertreter im Fall der Ablehnung des Nahversorgungszentrums in Esch/Auweiler durch eine Einwohnerbefragung rechtliche Sicherheit geben lassen. Die Stärkung der Bezirke und der BV-Kompetenzen werden auch weiterhin ein Thema bleiben.
Es gibt seit November 2011 wieder einen kriminalpräventiven Rat. Außerdem hatte die BV eine Steuerungsgruppe beschlossen, die mit der Rheinischen Musikschule ein erweitertes Angebot für den Bezirk erarbeiten möchte.
Wichtig war auch im vergangenen Jahr der Beschluss zur neuen Satzung des Naherholungsgebietes Fühlinger See mit einer Regulierung der Anzahl der Großveranstaltungen sowie der Beibehaltung des Landschaftsschutzes. Gerade wurde eine Umgehungsstraße in Fühlingen beschlossen, worauf ein Augenmerk der Bezirkspolitiker liegen wird. Das Hochwasserschutzkonzept Retentionsraum Worringer Bruch wird derzeit diskutiert und sicher auch dieses Jahr ein heiß diskutiertes Thema bleiben.
Zuletzt sei noch erwähnt, dass die Bezirksvertreter ihre Zusammenarbeit mit der Seniorenvertretung intensiver gestalten wollen.
Es bleibt spannend - auch im Stadtbezirk Chorweiler!

Letzte Änderung: Dienstag, 03.01.2012 10:59 Uhr

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