Rhein-Sieg-Kreis. Nach der extremen Kältewelle in Deutschland kommt feuchtes und wärmeres Wetter nach Deutschland. Die Temperaturen bewegen sich um den Gefrierpunkt. Experten des Robert Koch Instituts (RKI) gehen davon aus, dass eine Grippewelle im Anrollen ist. Kontinuierlich gestiegene Meldezahlen für Grippeerkrankungen pro Woche deuten darauf hin. Die Apotheker im Rhein-Sieg Kreis raten insbesondere älteren, chronisch kranken und immungeschwächten Menschen sich noch impfen zu lassen.
Alle bisher geimpften Menschen können aufatmen, denn aktuelle Untersuchungen haben gezeigt, dass die kursierenden Grippeviren mit denen übereinstimmen, gegen die der Grippe Impfstoff dieser Saison hilft. Ulrike Jüngel-Sander, Pressesprecherin der Apotheker im Rhein-Sieg Kreis, rät dazu, dass sich Risikogruppen jetzt noch impfen lassen. Innerhalb von zwei Wochen baut sich im Körper ein Schutz von Grippeviren auf und in zwei Wochen ist die Grippewelle sicherlich noch nicht vorbei. Eine offizielle Impfempfehlung gilt besonders für chronisch kranke Menschen jeden Alters und Men-schen, die über 60 Jahre alt sind.
Eltern von chronisch kranken Kindern wird laut Impfkommission auch empfohlen, ihr Kind gegen Grippe impfen lassen. Hierzu Ulrike Jüngel-Sander: "Bei jeder Grippewelle ist es so, dass Kleinkinder von allen Altersgruppen am stärksten betroffen sind. Das ist auch meist die erste Gruppe, an der man absehen kann, dass die Zahlen der Erkrankungen steigen".
Wer einen Angehörigen hat, der an Grippe erkrankt ist, trägt Verantwortung dafür, andere Menschen vor Ansteckung möglichst zu bewahren. Die Apotheker im Rhein-Sieg Kreis raten generell zu häufigem und gründlichem Händewaschen sowie dazu, in die Armbeuge oder in ein Einmaltaschentuch zu Niesen oder zu Husten. Verhaltensregeln, die Eltern auch ihren Kindern so früh wie möglich beibringen sollten.
Wichtige Infos zur Grippe-Impfung auf einen Blick:
- Die Grippe-Impfung gilt als wichtigste
Schutzmaßnahme
- Der Impfstoff ist gut verträglich
- Die Krankenkasse übernimmt die Kosten -
Praxisgebühr fällt in der Regel nicht an: Für
diejenigen, die zu einer Risikogruppe gehören, übernimmt
die Krankenkasse die Kosten für die Impfung. Einige
gesetzliche Krankenkassen übernehmen auch die Kosten für
die Impfung von Versicherten, die nicht zur Risikogruppe
gehören. Als Versicherter sollte man sich direkt an seine
Krankenkasse wenden. Bei Impfterminen entfällt die
Praxisgebühr von zehn Euro.

