Mülheim (red). Kurz vor 13 Uhr war es am Himmel über dem Neumarkt nicht zu übersehen: 600 Kinder ließen ihre roten und weißen Luftballons vom Innenhof des Rautenstrauch- Joest-Museums in den Himmel steigen.
"Kölner Familien grüßen die Welt!" stand in neun Sprachen auf den Postkarten, die sie selbst zuvor an die Luftballons gebunden hatten. Den Startschuss für die Aktion gab Staatssekretär Klaus Schäfer vom Familienministerium NRW gemeinsam mit Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes. Die Luftballons gehörten zum 2. Kölner Elternkongress, der 1.450 Eltern und Kinder ins Museum lockte. Mit dabei waren auch die Eltern und Kinder des Familienzentrums "Buntes Kinderland" aus Mülheim, die schon früh morgens aus der Keupstraße angereist waren. Die Veranstaltung stand im Zeichen der Mehrsprachigkeit, und so konnte man den ganzen Tag die unterschiedlichsten Familiensprachen hören, ob es beim Basteln javanischer Schattenspielfiguren, beim Malen riesiger Mandalas, beim Nachbau von Tipis der Blackfood-Indianer oder beim indonesischen Begrüßungstanz war.
"Es ist uns gelungen, auch Familien anzusprechen, die nicht
so häufig ins Museum kommen", freute sich Roland
Bellinghausen, der für das Programm verantwortlich war. Auch
Angelika Wirges, Leiterin des Familienzentrums "Buntes
Kinderland" war begeistert. "Das war eine tolle Aktion
für unsere Familien!" Mit einem
"Familienparcours", einem Begleitheft in ebenfalls neun
Sprachen, konnten Groß und Klein gemeinsam das Museum
erkunden.
"Oft genug wird über Familien gesprochen und nicht mit
ihnen, das ist hier ganz anders", lobte der
Staatssekretär, der eine finanzielle Unterstützung
für einen 3. Elternkongress in Aussicht stellte. Vielleicht
kann bei der Gelegenheit ja einer der kleinen Kölner den Preis
für den Luftballon entgegennehmen, der die weiteste Reise
zurückgelegt hat.


